Freitag, 10. Februar 2012

Kalter harter Bodern

Es ist kalt. Der Himmel ist grau, doch es schneit wenigstens nicht. Ein paar Leute nutzen den freien Nachmittag, um auf die Eisbahn zu gehen. Sie ist recht leer, um so mehr Platz ist für die wenigen Leute. Eine Gruppe von ca. 15 Erwachsenen trifft sich vor der Eisbahn. Sie sind froh und ausgelassen und begrüßen einander mit offenen Armen. Eine kleine Familie - Vater, Mutter, Sohn - gehen an ihnen vorbei in die kleine Halle, in der man sich Schlittschuhe ausleihen und sich dann umziehen kann. Mutter und Sohn brauchen keine Schlittschuhe, sie haben ihre eigenen. Der Sohn ist ganz stolz, denn er zieht sie zum ersten Mal an. In den Jahren zuvor hatte er sich zusammen mit dem Vater immer welche ausleihen müssen, doch seitdem er Inline-Hockey spielt, war es naheliegend, dass er seine eigenen Gleiter bräuchte, denn nun könnte man sicher öfter mal auf's Eis gehen. Inlinefahren ist doch etwa gleich wie Eislaufen.

Als sie beim Umziehen waren, kam auch die Gruppe der Erwachsenen an den Ausleih-Schalter. Sie wollten also auch alle auf die Eisfläche. Was war das für eine Gruppe? Kollegen, Freunde, Eltern? Egal, ab auf's Eis! Die kleine Familie nahm sich an die Hände - das Kind in der Mitte - und drehte vorsichtig die ersten Runden. Es ist ein Jahr her, als sie das letzte Mal hier waren! Sie werden immer lockerer und fahren auch mal allein, sogar das Kind hält sich gut auf den Beinen. Man sieht, dass die Erfahrung durch die Inliner viel bringt. Er probiert das Bremsen und das Kurven fahren. Ab und zu fällt er hin, rappelt sich wieder auf und probiert es wieder! Tapferer kleiner Bursche.

Zum Schluss drehen sie noch ein paar "Verfolgungsjagden". Kind und Mutter Hand in Hand jagen sie aus Spaß den Vater oder umgekehrt. Es ist eine ausgelassene Stimmung. Bis es passiert! Keiner hatte es kommen sehen. Mutter und Kind waren hinter dem Vater her, als der Junge die Kurve zu eng nimmt und vor die Füße der Mutter gerät. Sie kommen beide ins Straucheln, sie versucht sich noch beim Vater festzuhalten, doch er rutscht ihr aus den Fingern. Das Kind liegt schon am Boden, als auch sie der Länge nach hinfällt.

Völlig ausgestreckt liegt sie auf dem kalten Eis, mit dem Gesicht nach unten. Sie bewegt sich nicht. Vater und Sohn kommen zu ihr, Angst in den Augen. Sie beugen sich zu ihr hinunter und wollen ihr aufhelfen. Doch das ist auf dem glatten Eis nicht so einfach. Sie setzt sich auf, hält ihr Knie und kann sich nicht verkneifen, das Wort mit Sch... zu sagen. Ihr Sohn fängt an zu meckern, dass man das nicht sagen darf, doch das ist ihr egal. "Sch...., mein Knie! Ich kann doch morgen im Büro nicht fehlen!" ....

Tja, so sieht man nun also aus, wenn man mal Schlittschuh fahren geht und nach 4 Stunden (ohne Termin - wie auch) die Arztpraxis verlässt.





Zum Glück "nur" eine Prellung (lt. Arzt: eine sehr heftige) und kein Bruch oder dergleichen.

Habt einen besseren Wochenendstart als ich!

Liebe Grüße
Meli
 

Kommentare:

  1. Ohhh Meeeliii.

    WAs machst Du denn??? Und in welcher Praxis musstest Du denn 4 Stunden warten??? :-O

    GUTE BESSERUNG meine Liebe!!!!

    LG Ulli

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  2. Liebe Meli
    Oh.... das tut mir wirklich leid!
    Gute Besserung und alles Liebe wünscht Dir Yvonne

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  3. Ach herrjeh :-( Das hört sich ja gar nicht gut an. Gute Besserung dem lädierten Knie.

    LG, Steffi

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