Mittwoch, 29. Februar 2012

Rundherum - Unterwegs

Paleica von Episodenfilm hat für dieses Jahr das Fotoprojekt "Rundherum" ausgerufen. Letzten Monat war das Thema "Zuhause", dieser Monat stand unter dem Motto "Unterwegs".

Ich hatte eigentlich gleich die Idee, Fotos an meiner Bushaltestelle zu schießen, denn da vereinen sich der unterirdische S-Bahnhof, die Bushaltestelle und in weiter aber doch sichtbarer Ferne die oberirdische U-Bahn.  (Ja ja, ich weiß, was ihr sagen wollt, die S-Bahn fährt oben und die U-Bahn unten - heißt ja schließlich auch UNTERGRUND-Bahn - aber ihr habt schon richtig gelesen: dort ist eben alles anders herum!) Wäre doch ein tolles Bild, aber ich bin irgendwie diesen Monat nicht dazu gekommen, dort ein Foto zu machen. Einerseits krank geschrieben und größtenteils dann doch mit dem Auto unterwegs gewesen sind dort einfach keine Bilder entstanden. Aber vielleicht schaffe ich es ja noch und hole es nach.

Nun musste also eine neue Idee her und die kam mir am Sonntag bei unserem kleinen Ausflug, eben unterwegs! Alles ist irgendwie in Bewegung - die Technik hoch oben in der Luft, die Menschen und der Natur!


Liebe Grüße
Meli
 

Montag, 27. Februar 2012

Der Beobachter

Ich möchte euch noch im Rahmen der Aktion "Lies ein Buch von einem deutschen Autor" von der lesenden Minderheit einen neuen Roman vorstellen!

Seitdem ich vor einiger Zeit erstmals ein Buch von Charlotte Link - "Das andere Kind" - gelesen habe, bin ich ihren Büchern ein wenig verfallen. Nach der Trilogie und dem "Haus der Schwestern" war nun "Der Beobachter" an der Reihe.


Samson war noch nie der große Gewinner: er ist arbeitslos, wohnt zusammen mit seinem Bruder und dessen Frau unter einem Dach und hat eigentlich keine Freunde. Was also tun den ganzen Tag? Er beobachtet! Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Dabei fasziniert ihn eine Frau besonders.

Gleichzeitig geschehen zwei grausame Frauenmorde in London. Die Polizei sucht einen rachsüchtigen, sadistischen Mann, der Frauen hasst. Und plötzlich ist Samson verschwunden ...

Ich kann nur sagen: für Krimifans ein Muss, denn man möchte das Buch bis zum Schluss nicht aus der Hand legen! Spannung pur und ein überraschendes Ende! Die Charaktere sind wunderbar beschrieben, die Handlung gut ausgeklügelt und die Wendung war für mich doch recht überraschend.

Nun stecke ich gerade tief mit meiner Nase in dem Roman "Die Rosenzüchterin" - sehr lehrreich!

Liebe Grüße
Meli
 

Sonntag, 26. Februar 2012

Wochenendesüß

Wochenende = Kuchenzeit! Da wir gestern nun Besuch hatten, musste natürlich auch ein Kuchen her. Und da ich nicht wusste, ob Käsekuchen von jedem gemocht wird, habe ich noch ein paar "Fasnachts-Chnöpf" aus der letzten Betty Bossi Zeitung gemacht! Lecker! Vor allem für Kinder, die ja alle Zimt-Zucker lieben!


Auch wenn die Faschingszeit nun zu Ende ist, aber diese kleinen Knoten schmecken auch ohne Anlass!

Fasnachts-Chnöp (für 8 Stück)

220 g Zopfmehl (ich hab Dinkelmehl genommen, geht auch wunderbar)
1/4 TL Salz
3 EL Zucker
1/4 Würfel Hefe (ca. 10 g), zerbröckelt
30 g Butter, in Stücken, weich
100 ml Milch, lauwarm

Alle Zutaten bis einschließlich Hefe in einer Schüssel mischen. Butter und Milch beigeben, zu einem glatten weichen Teig kneten. Zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 1,5 Std. aufs Doppelte aufgehen lassen.
Teig in 8 gleich große Stücke teilen, je zu einer ca. 20 cm langen Rolle formen, einmal knoten.

3 EL Zucker
1 TL Zimt
25 g Butter, flüssig

Zucker und Zimt mischen, in eine Schüssel geben. Chnöpf (Knoten) mit der flüssigen Butter bestreichen, im Zimtzucker wenden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.


Blech in die Mitte des kalten Ofens schieben, ca. 30 Min. bei ca. 150 Grad backen. Herausnehmen, auf einem Gitter abkühlen lassen.

Von allem ist noch ein kleiner Rest übriggeblieben, so dass wir heute auch noch etwas davon genießen können.


Da die Aktion "Sonntagssüß" heute 1 Jahr alt wird, kommt hier noch ein kleiner Geburtstags-Blumen-Gruß!


Habt einen schönen Sonntag - hier in Berlin strahlt heute die Sonne am strahlend blauen Himmel!

Liebe Grüße
Meli

Freitag, 24. Februar 2012

Freitagsfüller

Immer wieder habe ich sie gesehen, die Freitagsfüller, nun mache ich auch mal mit!


1.  In diesem Monat habe ich gelernt, dass Eis sehr hart und eine Prellung sehr schmerzhaft sein kann.
2.  An den Anblick, strickende und häkelnde JUNGE Frauen in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu sehen, muss man sich einfach dran gewöhnen.
3.  Ich könnte sofort in den Urlaub fliegen/fahren - egal ob Schnee- oder Strandurlaub. Einfach nur weg! 
4.  Spatzimausipupsi ist mein Lieblingsname für meinen Sohnemann, wenn wir kuscheln. *hihi*
5.  Es hat lange gedauert, aber heute kann ich endlich mal meinen neuen Jeansrock anziehen, denn ich kann endlich wieder ohne Kniebandage umher laufen.
6.  Dieses Wetter zur Zeit ist irgendwie ungemütlich.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Talentshow im Hort, an der mein Sohnemann dran teil nimmt, morgen haben wir Besuch von meinem Schwager und Sonntag möchte ich einfach nur entspannen und - wenn es das Wetter zulässt - einen schönen Spaziergang machen!

Noch mehr Freitags-Eindrücke könnt ihr hier nachlesen.
Habt ein schönes Wochenende
Liebe Grüße
Meli
   

Donnerstag, 23. Februar 2012

Leichtigkeit

Es ist mal wieder Donnerstag - Zeit für Beauty is where you find it! Thema diesmal:


Die Leichtigkeit des Schwebens.


Die Leichtigkeit des Windes.


Die Leichtigkeit (und Festigkeit) eines Bauwerkes.


Die Leichtigkeit des Seins:


Ich gestehe hiermit öffentlich, dass ich mich fremder Bilder (bis auf das erste) bedient habe, aber habt Nachsicht, es sind die Bilder der liebsten Verwandten: meiner Mama! Danke, meine liebe Mama!

Wie immer: bei Luzia wird gesammelt!

Liebe Grüße
Meli
 

Dienstag, 21. Februar 2012

Es wird Zeit...

... das ich endlich mal Meli´s Nähwerk für meine Häkelnadeln in Action zeige... Ich habs ja versprochen ;-)


Ich LIEBE meinen neuen Ordnungshüter und nur allein wenn ich hinschaue freue ich mich drüber *ggg* Liebe Meli, ich DANKE Dir!!!!
 Hier noch eine kleiner Eindruck was ich damit so mache:

  
Da ich ja zwei Jungs habe freue ich mich immer SEHR, wenn ich mal was für Mädchen machen darf. Die hier sind für die kleine Juli-2009er Dame einer Freundin (das Puppenbaby braucht natürlich auch eine ;-))  Ich würde jetzt sehr gerne zur Anleitung verlinken, aber leider scheint es sie gerade nicht mehr zu geben. Wer trotzdem eine will kann ja mal hier schauen ;-). Mehr gehäkeltes gibt es - sofern Ihr mögt - ein anderes mal. 

Habt alle noch einen schönen Abend

Liebe Grüße Ulli

Sonntag, 19. Februar 2012

Ristorante Melissima

Der Duft von Pizza liegt in der Luft ...


... und was gibt es da nichts Schöneres als Panna cotta zum Dessert?! Hmmmm, so lecker! 


Panna cotta
(für 4 Förmchen von je ca. 150 ml)

600 ml Sahne
2,5 EL Zucker
1 Vanillestange (aufgeschnitten und ausgekratzt)

Alles zusammen in einem Topf aufkochen, Hitze reduzieren, Flüssigkeit auf 500 ml einköcheln. Vanillestängel entfernen, Topf von der Platte ziehen.

2 EL Amaretto
4 Blatt Gelatine (ca. 5 Min. in kaltem Wasser eingelegt, abgetropft)

Beides sofort unter die heiße Flüssigkeit rühren, durch ein Sieb in eine Schüssel gießen, kalt stellen, bis die Masse am Rand leicht fest ist. Glatt rühren, in die kalt ausgespülten Förmchen füllen, zugedeckt im Kühlschrank ca. 4 Std. fest werden lassen. (Ich habe anstatt des Alkohols einfach ein paar Tropfen Bittermandelaroma dazu gegeben.)

Ich habe einfach dazu ein paar Himbeeren mit Puderzucker püriert. Es gibt aber auch noch folgende Variante:

4 EL Amaretto
4 frische Feigen (in Scheiben)

Die Feigen mit dem Amaretto beträufeln und kurz marinieren lassen.

Es gibt noch mehr Leckereien und zwar bei der heutigen Sonntagssüß-Sammlerin Julie

Habt noch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße
Meli
   


Donnerstag, 16. Februar 2012

Dominante Hintergründe


Dieses Thema von Luzia bereitete mir anfangs doch schon ein bisschen Kopfzerbrechen, aber ich habe nun doch noch ein paar Fotos machen bzw. finden können.





Zu dem nächsten Bild muss man sagen, dass es kein Foto ist, sondern eine Fotomontage: die Blume ist auf dem zerknüllten Blatt drapiert, so dass dieses Blatt den Hintergrund darstellt (der doch irgendwie dominanter ist als die Rose, oder?)


Es gibt noch mehr Hintergründe: HIER!

Liebe Grüße
Meli

Mittwoch, 15. Februar 2012

MeMadeMittwoch

Zum zweiten Mal kann ich nun am MMM teilnehmen - wieder mit einem Rock, aber diesmal ohne Schnitt! Denn ich habe mir meine alte Lieblingsjeans zu einem Rock umgewandelt! Leider habe ich ein Vorher-Nachher-Vergleich vergessen, aber ich denke, ihr wisst, wie eine Jeans aussieht, oder? :o)

Dieses Foto zeigt, warum ich die Hose nicht mehr anziehen konnte.


So, jetzt aber zum Rock!







Noch mehr selbstgemachte Sachen seht ihr hier bei Cat.

Liebe Grüße
Meli
 

Dienstag, 14. Februar 2012

Gute Reise, liebes Wanderbuch!

Liebes Wanderbuch, du warst nun eine Woche bei mir, hast mir die Zeit gut vertrieben - vor allem bei 3 Stunden Sitzen im Warteraum des Orthopäden - und hast einen sehr bunten Eindruck hinterlassen. Viele schöne Farben schwirren jetzt in meinem Kopf herum und lassen mich Kunst auch von einer anderen Seite betrachten. Es war schön mit dir und ich hoffe, es hat dir auch bei mir ein bisschen gefallen.


Ach ja, du wolltest ja wissen, wohin es als nächstes geht! Wappne dich auf eine etwas längere Reise, pack dich warm ein, denn es geht in die schöne Schweiz zur Lesewelle. Grüß mir dieses Land, denn ich verbinde damit eine schöne Erinnerung, die nun mittlerweile auch schon 16 Jahre alt, aber dennoch nicht verblasst ist. Vielleicht kommst du ja dann auch bald wieder nach Berlin! ;o)


Hab eine gute Reise!

Deine Meli
 
PS: Liebe Mila, ich danke dir für diese tolle Idee und freue mich, ein Teil dieses Projektes gewesen zu sein. Ich werde den Verlauf deines Wanderbuches weiter verfolgen und bin gespannt, wie und wann es bei dir wieder ankommt. Das Buch war auf jeden Fall sehr lesenswert!

Edit: eine wunderbare Beschreibung dieses tollen Buches findet ihr bei der Bibliophilin - besser kann ich es wirklich nicht ausdrücken!

 

Sonntag, 12. Februar 2012

12 von 12 im Februar

Da wir gestern unseren Sohnemann an die Großeltern "verkauft" haben, konnten wir heute ausschlafen (und haben es auch tatsächlich geschafft, denn meistens wacht man ja dann doch zu der gewohnten Zeit auf).


Der Lieblingsmann war dann frische, noch warme Brötchen holen.


Danach ging's für mich in die Wanne - wow, mal mitten am Tag! Aber Wanne ohne Buch geht gar nicht!


Mittagessen - nicht gerade sonntagsgerecht, aber trotzdem lecker: Heringsfilet in Buttermilch eingelegt!


Noch ein bisschen an meiner alten Jeans rumgewerkelt - Ergebnis könnt ihr dann hoffentlich zum MMM (MeMadeMittwoch) sehen.


Ab auf die Autobahn zu meinen Eltern.


Die tollen Blüten am Weihnachtskaktus bewundert.


Und die tollen Härchen an der anderen Pflanze (keine Ahnung, wie die heißt).


Noch ein kleines Spiel ...


... und dann nach Hause. Auf der Fahrt diese Tankstelle entdeckt (ich hab mit Fußball ja überhaupt nichts am Hut, aber die Zapfstelle hat was)!


Sohnemann hat noch Taschengeld abgestaubt und verstaut ...


... und dann gab's lecker Abendbrot!


Noch mehr Sonntagszwölfen wie immer hier!

Gute Nacht und liebe Grüße
Meli
 

Freitag, 10. Februar 2012

Kalter harter Bodern

Es ist kalt. Der Himmel ist grau, doch es schneit wenigstens nicht. Ein paar Leute nutzen den freien Nachmittag, um auf die Eisbahn zu gehen. Sie ist recht leer, um so mehr Platz ist für die wenigen Leute. Eine Gruppe von ca. 15 Erwachsenen trifft sich vor der Eisbahn. Sie sind froh und ausgelassen und begrüßen einander mit offenen Armen. Eine kleine Familie - Vater, Mutter, Sohn - gehen an ihnen vorbei in die kleine Halle, in der man sich Schlittschuhe ausleihen und sich dann umziehen kann. Mutter und Sohn brauchen keine Schlittschuhe, sie haben ihre eigenen. Der Sohn ist ganz stolz, denn er zieht sie zum ersten Mal an. In den Jahren zuvor hatte er sich zusammen mit dem Vater immer welche ausleihen müssen, doch seitdem er Inline-Hockey spielt, war es naheliegend, dass er seine eigenen Gleiter bräuchte, denn nun könnte man sicher öfter mal auf's Eis gehen. Inlinefahren ist doch etwa gleich wie Eislaufen.

Als sie beim Umziehen waren, kam auch die Gruppe der Erwachsenen an den Ausleih-Schalter. Sie wollten also auch alle auf die Eisfläche. Was war das für eine Gruppe? Kollegen, Freunde, Eltern? Egal, ab auf's Eis! Die kleine Familie nahm sich an die Hände - das Kind in der Mitte - und drehte vorsichtig die ersten Runden. Es ist ein Jahr her, als sie das letzte Mal hier waren! Sie werden immer lockerer und fahren auch mal allein, sogar das Kind hält sich gut auf den Beinen. Man sieht, dass die Erfahrung durch die Inliner viel bringt. Er probiert das Bremsen und das Kurven fahren. Ab und zu fällt er hin, rappelt sich wieder auf und probiert es wieder! Tapferer kleiner Bursche.

Zum Schluss drehen sie noch ein paar "Verfolgungsjagden". Kind und Mutter Hand in Hand jagen sie aus Spaß den Vater oder umgekehrt. Es ist eine ausgelassene Stimmung. Bis es passiert! Keiner hatte es kommen sehen. Mutter und Kind waren hinter dem Vater her, als der Junge die Kurve zu eng nimmt und vor die Füße der Mutter gerät. Sie kommen beide ins Straucheln, sie versucht sich noch beim Vater festzuhalten, doch er rutscht ihr aus den Fingern. Das Kind liegt schon am Boden, als auch sie der Länge nach hinfällt.

Völlig ausgestreckt liegt sie auf dem kalten Eis, mit dem Gesicht nach unten. Sie bewegt sich nicht. Vater und Sohn kommen zu ihr, Angst in den Augen. Sie beugen sich zu ihr hinunter und wollen ihr aufhelfen. Doch das ist auf dem glatten Eis nicht so einfach. Sie setzt sich auf, hält ihr Knie und kann sich nicht verkneifen, das Wort mit Sch... zu sagen. Ihr Sohn fängt an zu meckern, dass man das nicht sagen darf, doch das ist ihr egal. "Sch...., mein Knie! Ich kann doch morgen im Büro nicht fehlen!" ....

Tja, so sieht man nun also aus, wenn man mal Schlittschuh fahren geht und nach 4 Stunden (ohne Termin - wie auch) die Arztpraxis verlässt.





Zum Glück "nur" eine Prellung (lt. Arzt: eine sehr heftige) und kein Bruch oder dergleichen.

Habt einen besseren Wochenendstart als ich!

Liebe Grüße
Meli
 

Donnerstag, 9. Februar 2012

Am Wegesrand


Lange bin ich umher gelaufen, immer den Blick nach unten gerichtet, doch es war nichts tolles zu entdecken. Da unten am Wegesrand. Oder doch? Da unten sitzt doch jemand! Ein kleiner Däumeling! ;o)


Noch mehr Wegesrandentdeckungen könnt ihr bei Luzia sehen.

Liebe Grüße
Meli

Mittwoch, 8. Februar 2012

Milas Wanderbuch


Am strahlend blauen Himmel werden ein paar weiße Schäfchenwolken vom Wind gen Osten getrieben. Es ist gespenstig ruhig. Kein Vogelgezwitscher ist zu hören. Die wenigen Menschen auf den Straßen laufen schnell. Sie sind auf dem Weg nach Hause oder in eine andere sichere Herberge. Sie flüchten. Sie flüchten vor der eisigen Kälte. Es ist Februar und der Winter hat Deutschland erfasst.

Ich bin ebenfalls auf dem Weg nach Hause und biege gerade in meine Straße ein, als ich ihn sehe. Er verlässt eben den Hauseingang und steuert auf sein Fahrzeug zu. Nein, bitte nicht. Ich habe schon die ganzen Tage sehnsüchtig und voller Vorfreude darauf gewartet. Und nun? Nimmt er es wieder mit oder hat er es doch beim Nachbarn abgegeben? Die Frage bohrt sich in meinen Kopf und ich versuche schneller zu laufen, doch ich habe das Gefühl, überhaupt nicht vorwärts zu kommen. 'Warte doch!', rufe ich ihm in Gedanken zu, doch selbst wenn ich es laut rufen würde, er würde mich nicht hören. Er ist schon zu weit weg. Warum tragen mich meine Füße so langsam, warum kommt der Hauseingang überhaupt nicht näher? Los, lauf schneller!

Es dauert gefühlte Stunden, bis ich endlich den Briefkasten erreiche. Ich krame in meiner Tasche. Wo ist nur mein Schlüssel? Wer hat nur so große Handtaschen erfunden, in den man nichts finden kann? Warum schmeiße ich meinen Schlüssel auch immer in diese große finstere Tiefe? Jeden Tag das gleiche Gewühle und ich lerne einfach nichts daraus. Ich ertaste etwas hartes und kaltes. Endlich, da ist er! Die nächste Frage hämmert in meinem Schädel. Hat der gelbe Mann es in den Briefkasten gestopft oder doch vielleicht liebevoll beim Nachbarn abgegeben? Im Briefkasten liegt ein Zettel! Puh, zum Glück! Ich klingele bei meiner Nachbarin und sie überreicht mir das kleine Päckchen. Der Absender wohnt in Wien!

'Oh man, du armes Ding! So ein langer Weg bei dieser eisigen Kälte! Komm, ich packe dich warm ein und lege dich in die Nähe der Heizung, dann kannst du erst einmal auftauen. Bei mir wirst du es gut haben, ich werde gut für dich sorgen. Wärm dich auf, stärke dich, bevor es in einer Woche wieder auf die Reise geht. Wohin es dann geht, fragst du? Keine Ahnung, das wird sich erst in den nächsten Tagen entscheiden! Da musst du noch ein bisschen Geduld haben und dich überraschen lassen!'

Herzlich Willkommen, kleines Wanderbuch!


Mila Lippke hat ihr neues Buch "Morgen bist du noch da" auf die Reise geschickt und ich freue mich riesig, als zweite Person dem Buch ein Ein-Wochen-Zuhause bieten zu können. Wer auch ein Teil der Wanderbuchgeschichte sein möchte und einen Blog hat, kann hier einen Kommentar hinterlassen. Alle weiteren Regeln könnt ihr hier nachlesen.

Liebe Grüße
Meli
 

Sonntag, 5. Februar 2012

Sonntagssüß - Cranberry Gugelhupf

Ein längst rausgesuchtes Rezept musste ausprobiert werden: der Cranberry-Gugelhupf.

Hm, lecker!



Rezept (für eine Gugelhupfform, Inhalt: 1 Liter):

50 g Cranberries
4 EL Cranberry-Likör (habe ich nicht gefunden und aufgrund des naschenden Kindes habe ich einfach nur roten Saft genommen)
3 Eier
80 g Butter und Butter für die Form
70 g Zucker
1/2 Pck. Vanillinzucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
100 g geschälte gemahlene Mandeln
1/2 Pck. Backpulver
abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
ca. 50 g Schlagsahne (beim Schreiben hier fällt mir auf, dass ich die völlig vergessen habe - schmeckt trotzdem sehr lecker)
3 EL Zitronensaft
80 g Puderzucker

Cranberries in Likör einlegen. Backofen auf 175 Grad vorheizen. Eier mit Butter, Zucker, Vanillinzucker und Salz schaumig rühren. Mehl, Mandeln, Backpulver und Zitronenschale unterrühren. Nach und nach die Sahne zugeben. Cranberries abtropfen lassen, Likör dabei auffangen. Cranberries unter den Teig geben.

Teig in die gefettete Form füllen und glatt streichen. Kuchen im Ofen ca. 35 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

1 EL des aufgefangenen Likörs mit Zitronensaft und Puderzucker verrühren, abgekühlten Kuchen mit dem Guss überziehen.

Ganz einfach und sehr lecker! Noch mehr Sonntagssüßes seht ihr hier und hier.

Habt noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Meli

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