Dienstag, 31. Januar 2012

Monatsbücherwahn

Für Januar/Februar hatte die lesende Minderheit ja aufgerufen, ein Buch von einem deutschen Autoren zu lesen. Für mich kein Problem, aber ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass ich für dieses Thema so viele Bücher lesen würde. Bisher habe ich bereits zwei gelesen und bin gerade mitten im dritten vertieft.

Mein erstes Buch für dieses Jahr war von Petra Hammesfahr - Erinnerungen an einen Mörder


Klappentext: Die Zeitungen nannten es eine blutige Familientragödie. Der achtjährige Felix überlebt. Doch er erinnert sich an nichts. Nicht, welchen Anblick seine Schwestern und seine Mutter boten, nicht, was aus seinem Vater geworden ist. Mit sechzehn meldet sich sein Unterbewusstsein. Der Sturz eines Lehrers beschwört Bilder herauf, von denen Felix nicht weiß, wie er sie einordnen soll. Felix glaubt zu begreifen, was damals passiert ist. Doch er irrt sich.

Man muss sich beim Lesen immer wieder klar machen, dass dies ein Roman ist, kein Tatsachenbericht, denn ansonsten würde man das Buch wahrscheinlich beiseite legen. Es ist grausam, wie Felix und seine Schwestern von der eigenen Mutter behandelt werden und man ist teilweise froh, dass Felix diesem Martyrium entkommen ist. Doch wie lebt es sich mit solch einer Vergangenheit? Felix erzählt als Erwachsener, wie er immer wieder versucht hat, sich die Gründe für diese tragische Geschichte zusammen zu reimen, wie immer mehr Erkenntnisse von außerhalb und aus seinem Gedächtnis ein Bild von den Geschehnissen zeichnen. Doch sind diese Bilder richtig? Schublade für Schublade seines Unterbewusstseins öffnen sich.

Das Buch ist wirklich sehr spannend, doch vom Ende war ich enttäuscht. Ein Ende, mit dem man wirklich nicht rechnet, aber auch deswegen, weil es irgendwie überhaupt nicht passt.

Liebe Grüße
Meli
 

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